FAZ – Eskalierender Streit in Wiesbaden

Handlungsunfähig

10. Januar 2023. Der Streit ums Hessische Staatstheater Wiesbaden spitzt sich zu. Staatstheater-Intendant Uwe Eric Laufenberg drohe dem Land Hessen und der Stadt Wiesbaden mit der Einstellung des Spielbetriebs, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Das Blatt bezieht sich auf eine Mitteilung, "in der die beiden Träger des Theaters Laufenberg vor der Verwirklichung seines Plans warnen“. Laufenberg begründe seine Drohung damit, dass das Staatstheater aufgrund einer Erkrankung des geschäftsführenden Direktors Holger von Berg "handlungsunfähig" sei, so die FAZ.

In einer eigenen Pressemitteilung kritisiert das Staatstheater die Stellungnahme von Staatssekretärin Ayse Asar und Kulturdezernent Hendrik Schmehl als "komplettes politisches Versagen", weil die Erklärung "in keiner Weise den Tatsachen entspricht". Das Ministerium nehme die Belange der Künstler*innen und Leitungsmitglieder nicht ernst und forciere Vorstellungsausfall. "In einem so noch nicht dagewesenen Ausmaß sollen Produktionen gestrichen werden, die bereits im Verkauf sind und für die mit allen Künstler:innen verbindliche Absprachen getroffen wurden."

Das Staatstheater sei "zurzeit vollständig handlungsunfähig", vor allem weil "die seit mehreren Monaten durch Krankheit vakante Position des Geschäftsführenden Direktors nicht besetzt wird", heißt es in der Stellungnahme des Theaters weiter.

(faz.net / Hessisches Staatstheater Wiesbaden / chr)

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