Der "nimmermüde Motor"
19. Dezember 2018. Der Schauspieler, Autor und Regisseur Klaus Birkefeld ist am 18. November 2018 in Berlin gestorben. Er wurde 67 Jahre alt.
Klaus Birkefeld in "Enigma" von Eric-Emmanuel Schmitt, Theater Varomodi 2005 © Markus Scholz Klaus Birkefeld wurde am 26. März 1951 in Elsterwerda geboren. Seine Ausbildung erhielt er an der Staatlichen Schauspielschule Rostock. Engagements führten ihn unter anderen an die Theater von Zittau, Neustrelitz, Altenburg, Zwickau, Senftenberg, Brandenburg, Halle, Hannover, Weimar, Jena und Tübingen.1985/86 spielte er in dem Defa-Film "Hilde, das Dienstmädchen" (Regie: Günther Rücker), 2006 in "Der Abgesang" (Regie: Ben Scharf) und "Kimusawea" (Regie: Hagen Wiel).
In den letzten Jahren arbeitete Birkefeld in der Freien Szene und produzierte Aufnahmen von vergessenen Dichtern, wie zuletzt noch eine CD mit Gedichten von Richard Leising, dem "Anti-Becher der DDR-Lyrik" (Wolfgang Emmerich in Die Zeit).
In seiner Trauerrede (aus der auch die Überschrift unserer Meldung stammt) beschrieb Harald Arnold, lange Jahre Schauspieler am Theater Brandenburg, den Kollegen und Freund Klaus Birkefeld so: "Dieser Mann, dieser Schauspieler war ganz sicher für junge Menschen, die ihm zum ersten Mal begegneten, faszinierend, denn er hatte die Gabe, andere für seine Ideen und Vorhaben zu begeistern. Und zugleich war er mit einer reichlichen Portion Naivität gesegnet und glaubte oft, alle anderen sollten die Kunst, ja die Welt ebenso beurteilen wie er selbst: als Theater."
(jnm / )
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